set.a.light 3D Studio

Posted by Bassascha 3 Kommentare

Die Photokina – die weltgrößte Fotomesse – liegt nun schon einige Zeit hinter uns. Ich bin vier Tage lang durch die Hallen geschlichen, um ein paar Termine mit Partner wahrzunehmen und um mich über Neuheiten zu informieren.

Eine davon, möchte ich heute mal vorstellen, denn ich war schon auf der Photokina von der Demonstration am Messestand bei elixxier-Software sehr angetan.

Bei der Software set.a.light 3D STUDIO, geht es nämlich um ein virtuelles Studio, in dem sich Lichtsetups unter weitestgehend realistischen Bedingungen erstellen lassen und als Setplan exportieren lassen, aber dazu gleich mehr.

Johannes, der Geschäftsführer von elixxier Software, hat mir auf der Messe in einem interessanten Gespräch eine Menge zu der Software erzählt. So zum Beispiel auch, dass alle Lichtformer und dessen Lichtcharakteristik im realen Einsatz aufwendig vermessen wurden, um die Ergebnisse im virtuellen Studio so real wie möglich erscheinen zu lassen. Schnell haben wir Kontaktdaten ausgetauscht und in der Woche nach der Photokina habe ich mir die Demo-Version heruntergeladen, um Selber mal mit der Software zu experimentieren.

Wie ich bereits wusste, wurde an der Verbesserung der Software fieberhaft gearbeitet und so war es für mich kein Problem, eventuelle Fehler in Kauf zu nehmen.

Der Download:

Auf der Seite www.elixxier.com gibt es den Menupunkt DOWNLOAD, auf dem ich die aktuellste Version der Software problemlos herunterladen konnte.

Dort gibt es sowohl eine Version für MAC als auch für PC. Zudem findet man dort ein Einführungsvideo und ein Handbuch (DE), damit die ersten Schritte einfach von der Hand gehen.

Die Installation:

Nichts einfacher als das. Die exe-Datei der Software anklicken und einen Installationsverzeichnis auswählen. Viel Platz benötigt die Software, trotz des recht großen Umfangs nicht, so dass es wohl auf keinem Rechner ein Problem sein sollte.

Der erste Start:

Das erste was die Software anstellt, nachdem man sie gestartet hat, ist die Suche nach einem Update. Das ging bei mir aber recht schnell. Wünschenswert wäre hier vielleicht die Frage, ob ein Update durchgeführt werden soll, oder ob man dies später erledigen möchte.

Wenn man dann ja ohnehin schon eine Dialogbox erscheinen lässt, kann man dort auch direkt darüber informieren, was in diesem Update verbessert wird. Diese Informationen findet man aber ebenfalls auf der Webseite im Downloads-Bereich.

Danach steht einem die Software (auch die Testversion) in vollem Umfang zur Verfügung.

Der Support:

In der ersten Version 1.00.24 gab es leider noch nicht allzu viele Auswahlmöglichkeiten, was die Modelle und deren Posings betrifft. Aber zum Testen war das erst mal unwichtig, denn durch das Gespräch mit Johannes wusste ich ja schon, dass noch einiges kommen wird.

Auch, dass es noch ein paar Verbesserungen in der Handhabung geben soll, hat er mir im Vorfeld schon verraten, und wenn ich Verbesserungsvorschläge haben oder Fehler finde, sei es willkommen, wenn ich ihm dies per Mail schreibe.

Gesagt, getan.

Ich arbeite, wie sicher die meisten Bildbearbeiter mit einem WACOM Grafiktablett. Die Software scheint damit noch nicht ganz so zu Recht zu kommen. Denn ich konnte zwar die Höhe der Stative verstellen, aber Neigung und Winkel der Lichtformer, funktionierten nicht. Auch das Einzoomen in das virtuelle Studio wollte nicht so recht klappen.

Also fix eine Mail geschrieben und mein Problem geschildert.

Keine 5 Minuten später klingelte mein Telefon und ich hatte Johannes an der anderen Seite. Er erklärte mir, dass das Problem in Verbindung mit Grafiktabletts bereits bekannt sei (mit Maus, oder Touchpad funktioniert alles bestens) und das Entwicklerteam fieberhaft daran arbeiten würde, es zu lösen. In dem netten Gespräch kamen von meiner Seite noch einige Wünsche, die zum Teil in der aktuellen Version 1.00.28 schon umgesetzt wurden (z.B. die Großansicht des Bildausschnitts der Kamera oder Grids für diverse Lichtformer).

Die Software hat sich mit jedem Update im Umfang und Qualität spürbar verbessert. So sind seit der ersten Version 3 neue Modelle mit vielen neuen Posings hinzugekommen. Einiges wird sich noch verändern.

Das erste Lichtsetup:

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und kann mich schnell für neue Dinge begeistern. Natürlich habe ich es nicht lassen können, mit set.a.light 3D Studio en Lichtsetup einzurichten, dass ich bei mir regelmäßig nutze.

So weit hat alles Prima funktioniert.

Größe des Studios ausgewählt (ich bevorzuge das große, damit man die Setups bequem erstellen kann) und erst mal alles bis auf dem Studiohintergrund aus dem Studio entfernt.

Die Software nach dem Beginn eines neuen Setplans set.a.light 3D STUDIO by Sascha Basmer Der Hintergrund wurde auf meine Bedürfnisse angepass -set.a.light 3D STUDIO by Sascha Basmer

Dann habe ich begonnen, meine heißgeliebten Striplights als konturenausleuchtendes Kantenlicht einzusetzen. Das Model mittig davor. Und dann ein Beautydish als Hauptlicht.

Nach dem das Striplight hinzugefügt wurde wird die Variante ausgewählt set.a.light 3D STUDIO by Sascha Basmer Das zweite Striplight wird spiegelverkehrt zum ersten Striplight ausgerichtet set.a.light 3D STUDIO by Sascha Basmer Das Model befindet sich mittig zwischen den Striplights für das Konturlicht set.a.light 3D STUDIO by Sascha Basmer Der Beautydish als Hauptlicht ist nun positioniert und eingestellt set.a.light 3D STUDIO by Sascha Basmer

Das Ganze hat Prima geklappt und so habe ich schnell noch einen Blitz auf den Hintergrund mit Farbfolie gerichtet und einen Blitz mit Tube als Spot hinter dem Model.

Alle Blitze stehen wie gewünscht und sind eingestellt set.a.light 3D STUDIO by Sascha Basmer

Eine Aufnahme erstellt mit der virtuelle Kamera im set.a.light 3D Studio und den Setplan exportiert.

PS Basis mit set.a.light-3D von Elixxier-Software

Das PDF könnt Ihr euch hier herunterladen [Klick…]
Falls Ihr die Software schon nutzt, könnt Ihr das Set ebenfalls herunterladen [Klick…]

In der Praxis:

Ich denke, dass diese Software eine tolle Möglichkeit ist, Setpläne im Vorfeld zu erstellen und aufwendige Lichtsetups zu testen bevor es ins Studio geht.

Ich bin viel unterwegs und greife hier und da auf Mietstudios zurück. Statt die Zeit mit den Lichtsetups zu vertrödeln, kann ich die Zeit effektiv zum Fotografieren nutzen.
Im Endeffekt eine gute Kostenersparnis.

Wenn ich meinem Assistenten einen Setplan maile, damit dieser das Setup bereits aufbaut bevor ich ins Studio komme, spare ich ebenfalls wertvolle Zeit, die ich anderweitig nutzen kann, um zum Beispiel mit dem Model die Auswahl der Kleidung zu besprechen.

Bei Workshops kann ich die Lichtsetups die ich vorher aufwendig mit Photoshop erstellt habe nun binnen weniger Minuten erstellen und in das Workbook zum Workshop einbinden. Zudem lassen sich die Setups als Projekt speichern, um diese an meine Workshopteilnehmer weiterzugeben.

Fazit:

Die Software wird derzeit ständig verbessert und mir macht es große Freude die Neuerungen auszuprobieren. Ich kann mich mit der Software stundenlang beschäftigen und total wirre Setups zusammenstellen, ganz egal ob die Sinn machen oder nicht.

Aber Vorsicht!!! Hier herrscht Suchtgefahr!

Wenn ich sonst stundenlang im Studio rumprobiert habe, um zu gucken, ob das was ich mir vorstelle so auch tatsächlich funktioniert, kann ich mir das nun sparen und teste erst das Setup mit der Software und gehe dann ins Studio.

Ich bin sicher, dass die Software immer genialer wird und freue mich über jedes Update.

Sollte etwas Verbesserungswürdig erscheinen, mailt man kurz und erhält sofort Feedback in dem auf die Vorstellungen und Wünsche detailliert eingegangen wird – großartig.
Versucht das mal bei den großen Software-Herstellern *grins*

Wer sich gerne mal selber überzeugen möchte, kann sich die Software von der Seite zum kostenfreien Test herunterladen.

Bis zur Veröffentlichung des Erst- Release am 18. Dez, gibt der Hersteller ab heute bis einschließlich dem 17.12.2012 zudem noch einen großzügigen Rabatt von 25%, bei Kauf auf die Vollversion, die auch alle künftigen Updates mit einschließt.

  • Code: pre-release

Zu Guter Letzt noch ein paar Setpläne zu Bildern die ich bereits mal erstellt habe, damit Ihr diese leicht nachstellen könnt.

Lichtsetup zum Bild „Fragaria“

Elixxier-set.a.light-3D-Studio-Fragaria Studioaufnahme Fragaria by Sascha Basmer

Den Setplan (PDF) zum Bild „Fragaria“ könnt Ihr euch hier herunterladen [Klick…]
Falls Ihr die Software schon nutzt, könnt Ihr das Set ebenfalls herunterladen [Klick…]

Lichtsetup zum Bild „Low-Key“

Elixxier-set.a.light-3D-Studio-Low-Key Studioaufnahme Low-Key by Sascha Basmer

Den Setplan (PDF) zum Bild „Low-Key“ könnt Ihr euch hier herunterladen [Klick…]
Falls Ihr die Software schon nutzt, könnt Ihr das Set ebenfalls herunterladen [Klick…]

Viel Spaß damit und vergesst nicht euch einen Wecker zu stellen, bevor Ihr der Sucht verfallt.

Sonnige Grüße
Euer (Bas)Sascha

Kommentare zu "set.a.light 3D Studio"

  • 1 Samuel 5. Dezember 2012 17:56Uhr

    Wie geil ist das denn??? Auf sowas habe ich schon lange gewartet.

    Danke für den Bericht und den Rabattcode!!!

    Samuel

  • 2 Holger 11. Dezember 2012 19:47Uhr

    Die „Photographie“ hat aktuell auch darüber berichtet – mit ähnlich gutem Ergebnis.

    Ein sehr spannendes Thema – ich bin gespannt wie sich das entwickelt.

    Auf die ersten Workshops von elixxier freue ich mich schon.

    Gruß Holger

  • 3 Adventskalender 2013: 9. Türchen 29. November 2013 18:31Uhr

    […] und habe keinerlei Studio Erfahrung, einen sehr ausführlichen Erfahrungsbericht findet ihr bei Sascha. …set.a.light 3D ist eine bemerkenswerte Software, die nicht nur für den Anfänger in der […]

Hinterlasse einen Kommentar