Praxistest FotoQuantum Produktfototisch

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FotoQuantum Produktfototisch FQ-PPT-130x60

Die Lieferung:

Der Produktfototisch FQ-PPT-130×60 wird zerlegt, in einer passenden Transporttasche mit einer kleinen Aufbauanleitung (in englischer Sprache) ausgeliefert, die auf den ersten Blick recht unverständlich wirkt.

Trotz seiner Aufbau-Maße von maximal 120cm Höhe (je nach Neigungswinkel), 60cm Breite und mindestens 80cm Tiefe (je nach Neigungswinkel), ist das Set in der Tasche sehr kompakt verstaut und benötigt lediglich ca. 65 mal 20cm Platz.

Praktisch! Das Gestänge bestehend aus 12 Aluminium-Hohlkammer-Streben, befindet sich inklusive der notwendigen Schrauben, in einer weiteren unterteilten Tasche innerhalb der Transporttasche, um zu verhindern, dass die Hohlkehle verkratzt.

Das erste Ausprobieren:

Um den Leuchttisch auf Herz und Nieren zu prüfen, muss dieser erst einmal aufgebaut werden.

Hierfür wird neben dem mitgelieferten Imbussschlüssel, zudem ein Kreuzschraubendreher und ein Steckschlüssel benötigt, die nicht in der Lieferung enthalten sind, jedoch in jedem Haushalt zu finden sein dürften.

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Der Aufbau

Der Aufbau des Fotoquantum-Produktfototischs, ist beim ersten Mal nicht ganz so einfach, denn die bebilderte Anleitung ist recht einfach gehalten und alles ist sehr klein abgebildet, so dass man auf den ersten Blick nicht so recht erkennen kann, ob man das richtige, zu montierende Element in der Hand hat, oder nicht.

Wie bereits erwhähnt, ist die Anleitung in englischer Sprache gehalten, aber im Shop von prostudio360 gibts noch die deutsche (die zwar nicht ausführlicher ist, aber immerhin auf deutsch). [Link zur deutschen Anleitung (PDF)..]

Das ist auch der Grund dafür, warum der erste Aufbau des Gestells mit 20 Minuten, doch recht viel Zeit in Anspruch genommen hat. Beim zweiten Mal ging das ganze jedoch auch ohne Anleitung, mit einer Aufbauzeit von 12 Minuten schon erheblich schneller.

Die Montage des Gestells, ließ sich Problemlos alleine bewerkstelligen, was man von der Hohlkehle aus stabilen Kunststoff so nicht behaupten kann. Um diese am Gestell zu befestigen, hätte mir gewünscht, eine zweite Person zur Hilfe gehabt zu haben, aber es hat auch alleine nach etwa 10 Minuten geklappt und der Tisch war komplett fertig montiert.

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Der Praxistest:

Auf einem Produktfototisch legt man ein Produkt, stellt die Beleuchtung ein und fotografiert es. So weit – so gut.

Daher werde ich bei dem Produkttest nicht wie gewohnt auf die verschiedenen Einsatzgebiete eingehen, denn dieser geht ja schon aus dem Namen hervor, sondern mich den Details des Tisches widmen. So ist es zum Beispiel nicht unerheblich, wie flexibel sich die Beleuchtung anbringen lässt, oder wie robust die ganz Einheit ist, wenn mal ein schwereres Produkt fotografiert werden soll.

Flexibilität:

Der Produktfototisch bietet die Möglichkeit, den Winkel der Hohlkehle Stufenlos von der Senkrechten in die Waagerechte zu verändern, in dem man zwei Stellhebel löst. Eine kleine Skala, die den Neigungswinkeln der Hohlkehle anzeigt, wäre hier zwar wünschenswert, ist aber auch nicht zwingend erforderlich.

Der Fotoquantum FQ-PPT-130×60 Leuchttisch verfügt zudem über die Möglichkeit, handelsübliche Studioblitze an den vorhandenen Spigots zu befestigen. Diese sind zwar bereits vormontiert, lassen sich aber problemlos an eine der acht dafür vorgesehenen Positionen der unteren Streben anbringen.

Auch Systemblitze lassen sich mit entsprechender Befestigungseinheit, wie zum Beispiel einem Schirmneiger oder dem noch flexibleren Manfrotto Snake-Arm, an den Spigots befestigen, so dass man nicht zwangsläufig auf das harte Licht der Tageslichtleuchten angewiesen ist, da es für System- und Kompaktblitze ja unzählige Lichtformer in Art und Größe gibt.

Der Vorteil ist, dass diese nicht nur kleiner, sondern auch erheblich leichter als Studioblitzgeräte sind, denn es gilt zu beachten, dass das zusätzliche Gewicht durch die Beleuchtung zu Lasten der Stabilität geht, denn die Tragkraft des Produktfototisches ist mit 10Kg (Herstellerangabe) begrenzt.

Stabilität:

Das Aluminium-Gestell des Produktfototisches wirkt auf den ersten Blick, dank der zierlichen Streben, recht instabil, aber wenn alle Streben an Ort und Stelle sitzen und gut verschraubt sind, stellt man schnell fest, dass sämtliche Zweifel unbegründet sind.

Trotz des sehr geringen Gesamtgewichts von nur 4,5 Kg (Herstellerangabe), weist der fertig montierte Produktfototisch eine hohe Steifigkeit auf. Die Schraubklemmen, der Neigungsverstellung sind robust und groß genug, dass man diese auch ordentlich festschrauben kann.

Die Hohlkehle besteht aus recht dünnem PVC. Hier ist beim befestigen eher Vorsicht geboten, denn die Fläche der Befestigungen sind recht gering, so dass die Gefahr besteht, dass das PVC durchbiegt, wenn man die Spigots und Flügelschrauben zu fest anzieht.

Abhilfe schaffen hier größere Unterlegscheiben, die die Auflagefläche unter der Hohlkehle, und/oder den Befestigungen vergrößern.

Belastbarkeit:

Der Produktfototisch FQ-PPT-130×60 von Fotoquantum weist laut Herstellerangabe eine maximale Belastbarkeit von 10Kg auf.

Diese Angabe bezieht sich jedoch nicht nur auf das Gewicht der Produkte, die fotografiert werden sollen, sondern auch auf das am Tisch befestigte Zubehör, wie zum Beispiel die Beleuchtung.

Die Tatsächliche Tragkraft des Tisches liegt jedoch weit höher, sofern man darauf achtet, den Tisch nicht nur einseitig zu belasten, denn dann besteht durchaus die Gefahr, dass der sehr Tisch aufgrund des geringen Eigengewichts umzukippen droht.

Die Tragkraft der Hohlkehle, die aus durchleuchtbarem PVC besteht, lag ebenfalls deutlich über den Herstellerangaben. Ich habe jedoch darauf verzichtet, die Obergrenze der Tragfähigkeit zu testen, und diesen lediglich mit Hantelscheiben mit einem Gesamtgewicht von 25Kg belastet. Ich bin der Meinung, dass das zweieinhalbfache Gewicht der Herstellerangabe durchaus ausreicht, um festzustellen, dass es sich bei der Herstellerangabe nur um einen garantierten Wert handelt.

Zu empfehlen wäre jedoch in einem solch extremen Fall der Belastung, das Verwenden von größeren Unterlegscheiben an den Befestigungen der Hohlkehle, damit diese an den Haltepunkten nicht durchbiegt.

Reinigung:

Der Produktfototisch verfügt über ein Gestell aus Aluminium, dass sofern dieses mal ein wenig verschmutzt sein sollte, recht leicht in einem Mikrofasertuch – wie es in keiner Kameratasche fehlen sollte – zu reinigen ist.

Die weiße Hohlkehle ist aus Acryl und lässt sich bei Verschmutzung durch Produkte oder schmutzige Hände ebenfalls recht simpel mit einem feuchten Lappen reinigen. Bei härteren Verschmutzungen muss man sich keine Sorgen machen, wenn mal ein Reinigungsmittel zum Einsatz kommen muss.

Zeitersparnis:

Einmal aufgebaut, ist der Produktfototisch ideal, wenn es darum geht, Produkte für einen Onlineshop zu fotografieren, oder um seine Artikel für ebay perfekt in Szene zu setzen.

Insbesondere, wenn man eine größere Anzahl an Produkten für einen Kunden fotografieren möchte, kann man im Gegensatz zur größeren Studioleinwand in Verbindung mit Studioblitzen auf Stativen, alles schnell und exakt ausrichten und so auch zügig die Produkte der Reihe nach fotografieren.

Die Möglichkeit, eine Leuchte (oder, wie in meinen Testbildern, ein Blitzgerät) unterhalb des Tisches zu platzieren, so dass die Acryl-Hohlkehle durchleuchtet wird, spart zudem eine Menge Zeit beim Freistellen mit Adobe Photoshop, wenn die Produkte vor einem reinweißen Hintergrund förmlich schweben sollen.

Hier mal zwei einfache Beispielbilder, die lediglich mit Adobe Camera Raw entwickelt wurden.


Punktevergabe:

Lieferumfang:

5 Sterne - Lieferumfang

Abgesehen vom Fehlen eines Schraubendrehers und eines Steckschlüssels, die in jedem Haushalt zu finden sein sollten, ist es einzig und allein die spärliche Aufbauanleitung, die zu einem Punktabzug führen dürfte, aber ob das allein schon einen Punktabzug rechtfertigt, wage ich anzuzweifeln.

Mit entsprechenden Englischkenntnissen und guten Augen (ist schließlich alles recht klein abgebildet) sollte der Aufbau aber dennoch problemlos – auch für handwerklich ungeschickte Personen – zu bewerkstelligen sein.

Der Tisch wurde komplett in einer handlichen Transporttasche ausgeliefert. Zudem befindet sich das Gestänge in einer weiteren kleineren Transporttasche.

Mehr kann man nicht erwarten, daher gibt es hier volle Punktzahl für den Fototisch

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Verarbeitung:

5 Sterne - Lieferumfang

Bei der Verarbeitung des Produktfototisches gibt es nichts zu beanstanden. Die Aluminium-Streben sind gratfrei und die Gewinde für die Schrauben sind leichtgängig.

Alle Kunststoffteile, wie die Hebel für die Neigungsverstellung oder die Flügelschrauben für die Spigots und der Hohlkehle sind aus stabilen ABS-Kunststoff gefertigt und machen einen soliden Eindruck.

Auch die Hohlkehle ist frei von Graten und weist eine ganz feine, strukturierte Oberfläche auf und ist ausreichendflexibel um die Neigung der Hohlkehle ohne Mühen zu verstellen. Sorgen, dass diese dabei brechen könnte, sind völlig unbegründet.

Die Punktevergabe kann auch hier nur volle Punktzahl beim Fototisch bedeuten!

Handhabung:

5 Sterne - Lieferumfang

Die Montage des Fotoquantum Produktfototisches ist zwar beim ersten Mal etwas kompliziert, aber mit etwas Übung auch allein zu meistern.

Ist der Tisch erst einmal fertig montiert, gibt es keine Kritikpunkte an der Handhabung.

Man legt das zu fotografierende Objekt auf den Tisch, richtet die Beleuchtung ein und drückt auf den Auslöser. Die Neigungsverstellung funktioniert tadellos und geht leicht von der Hand.

Hier kann es nur volle Punktzahl für den Tisch geben.

Wirtschaftlichkeit:

5 Sterne - Lieferumfang

Das Gestänge aus Aluminium ist zwar leicht, aber dennoch sehr robust. Bei entsprechender Handhabung, wird man sich um die Langlebigkeit kaum Gedanken machen müssen.

Bei der Hohlkehle ist das Ganze ähnlich. Sie besteht zwar aus flexiblem PVC und neigt daher dazu, leicht zu verkratzen, aber wenn man die Produkte vorsichtig auf dem Leuchttisch platziert, sollte auch diese eine hohe Lebenserwartung aufweisen.

Beachtet man dann noch den günstigen Anschaffungspreis des Tisches, kann man hier nur volle Punktzahl geben.

TIPP: Ist mal nicht durchleuchteter Weißer oder schwarzer Hintergrund gefordert, kann man sehr kostengünstig Karton auf die Acryl-Hohlkehle legen. Das spart den Geldbeutel und erhöht noch einmal die Verwendbarkeit des Produktfototisches – Alternativ gibt es entsprechende Kartons, die man als Zubehör kaufen kann (siehe Link weiter unten)

Gesamtbewertung:

5 Sterne - Lieferumfang

Der getestete Produktfototisch FQ-PPT-130×60 von fotoquantum entspricht nicht nur dem was man dem Datenblatt des Herstellers entnehmen kann, sondern ist um ein vielfaches belastbarer als angegeben.

Mal abgesehen davon, dass der erste Aufbau etwas Geschick erfordert, kann ich keine Schwachstellen ausfindig machen, die einen Abzug in der Gesamtnote rechtfertigen würden.

Wenn man dazu noch den Einzelkaufpreis von 100 Euro berücksichtigt, kann ich hier nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen, an alle diejenigen die regelmäßig kleinere Produkte vor einem reinweißen Hintergrund fotografieren wollen.

Alle Bilder die einzelne Elemente des Sets zeigen, wie zum Beispiel das Leuchtmittel, den ColorChecker, das Leuchtengestänge usw., wurden der Einfachheit halber auf dem Produktfototisch gelegt und fotografiert. Ich denke, dass die Resultate für sich sprechen.

Mehr Infos zum Produktfototisch und alle entsprechenden Herstellerangaben findet Ihr im Onlineshop von prostudio360 [Link zum Tisch...]

Vielleicht nicht ganz uninteressant für diejenigen, die sich so einen Tisch zulegen wollen?
Es gibt nämlich noch einiges an Zubehör, mit dem man den Tisch noch flexibler nutzen kann.

Zum Beispiel weitere Studioklemmen mit Spigot (z.B. um etwas zusätzliches am Tisch zu befestigen) [Link zu den Spigotklemmen...]

Natürlich gibt es bei prostudio360 auch die passende Dauerlicht-Lösung, um die Produkte auszuleuchten.

Zum Beispiel das Komplettset mit 2 600W Dauerlicht-Lampen, Softboxen und Stativen, oder für den kleineren Geldbeutel, die etwas einfacher gehaltene Variante mit 3 125 Watt-Klemmleuchten mit Reflektor.
[Link zum günstigen 2 * 600Watt Daylight-Set mit Stativen und Softboxen...]
[Link zum günstigen Daylight-Set mit 3 * 125Watt...]

Hintergrundkartons für den Tisch gibt es ebenfalls im günstigen Set, die sich mit handelsüblichen Klemmen, recht simpel an der Acryl-Hohlkehle befestigen lassen.
[Link zu den passenden Hintergrundkartons für den Produktfototisch...]

Ab mitte Dezember soll es wohl auch andere Hohlkehlen aus Acryl im Shop geben, wie ich auf Nachfrage erfahren habe…

Mir hat der Test wieder einmal viel Spaß gemacht und ich hoffe er ist euch ausführlich genug.
Wenn Ihr Fragen oder Anmerkungen habt, könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.

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Sonnige Grüße
Euer (Bas)Sascha

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