TfP-Shooting für Marie-Claire Bitter

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Ein entspanntes Wochenende ist schon wieder vorüber. Ein bisschen Sport, ein bisschen auf der Couch rumgammeln, meinem besten Freund beim Möbel aufbauen helfen und ein bisschen in das Videotraining „Photoshop für Fotografen“ von Maike Jarsetz reinschauen. Das waren so die paar wenigen Dingen, mit denen ich mich in den letzten beiden Tagen beschäftigt habe.

Aber das ist nicht der Grund, warum ich schreibe, denn damit will ich dich gar nicht langweilen.

Ehe es nämlich ins Wochenende ging, stand ein TfP-Shooting für die Modedesign-Studentin Marie-Claire Bitter an.

Ich habe bereits die Semesterarbeit der Frühling/Sommer-Kollektion für Sie fotografiert und weil die Bilder auch bei den Dozenten gut angekommen sind, hat Claire mich gebeten, auch die aktuelle Semesterarbeit abzulichten. Viel über diese Semesterarbeit, kann und darf ich noch nicht erzählen und ich darf auch noch keine Bilder zeigen, ehe Sie die Semesterarbeit nicht eingereicht hat, aber das holen wir nach.

In diesem Artikel möchte ich euch mal erklären, wie ich mich auf so ein Shooting vorbereite.

Hier muss man allerdings schon mal Grundsätzliches differenzieren. Wenn ich mit einem TfP- oder Pay-Shooting eine Bildidee für mein Portfolio umsetzen möchte, mache ich mit so viele Notizen wie möglich zu der Idee. Von Location, Requisiten, Make-up und Co trage ich da alles ein, von dem ich denke, dass es für die Umsetzung wichtig ist. Ist die Idee rund, mache ich mir Gedanken zu einem geeigneten Model und stöbere da mal durch die Modelle, mit denen ich mal gearbeitet habe.

Beim Shooting vom vergangenen Freitag, sieht das ganze allerdings völlig anders aus. Auch wenn es sich dabei um eine freie Arbeit handelt, bin ich an gewisse Vorgaben gebunden. Nämlich die Vorgaben, die Marie-Claire für Ihre Semesterarbeit erfüllen muss.

Das Vorgespräch

Ein intensives Vorgespräch ist für mich unerlässlich. Ich muss schließlich nicht nur wissen wann ich fotografieren soll und wie viel Zeit bis zur Abgabefrist bleibt, sondern auch welches Thema vorherrscht (zu dem ich mich aktuell nicht äußern darf).

In so einem Vorgespräch sind viele Fragen zu klären. Sind die Modelle gebucht? Gibt es schon eine Visa und wann wird diese mit den Modellen fertig sein? Sind die Modelle Informiert, dass diese keine enge Kleidung unmittelbar vor dem Shooting tragen sollen?

Das sind jetzt nur ein paar Beispiele und es gibt noch viele weitere Fragen die ich in so einem Vorgespräch stelle, aber diese sind auch immer abhängig vom Shooting.

Passend zur Kleidung und vor allem zum Thema der Kollektion, sollte man sich in so einem Gespräch auch Gedanken machen, wie der Hintergrund gestaltet werden soll. Shooten wir Outdoor im grünen oder vor einer passenden Kulissen? Shooten wir in einer zum Thema passenden Location oder ist der Hintergrund vielleicht sogar völlig egal.

Der Plan war zuerst, als Hintergrund eine etwas verfallene Betonwand zu verwenden, die mit einem Beamer angestrahlt werden soll, der passend zum Thema der Kollektion Bilder oder Videosequenzen auf den Hintergrund projezieren sollte, die etwas verwaschen wirken sollten.

Jedoch stellte sich paar Tage später heraus, dass Marie-Claire eine Illustration (oder mehrere?) in den Hintergrund einfügen soll. Damit hat sich die Gestaltung des Hintergrundes erledigt und es war klar dass wir ein einfaches Studioshooting durchführen können.

Das Lichtsetup

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Auch wenn ich bereits mehrere Jahre im Studio fotografiere, plane ich die Lichtsetups meist erst mal mit der Software set.a.light3D von elixxier. So auch in diesem Fall. Ich habe 3 Lichtsetups mit Hilfe der Software erstellt, von denen ich mir gedacht habe, dass die Ausleuchtung der Kleidung und der Modelle thematisch passend ist und diese an Marie-Claire gesendet. Schließlich ist Sie in diesem Fall ganz klar diejenige die die Entscheidungen trifft.

Da die Modelle freigestellt werden müssen, war mir dabei die Ausleuchtung des Hintergrundes total egal. Wichtig war mir, dass die Kleidung gut rüber kommt.

Das Lichtsetup habe ich hier mal als PDF-Datei angehangen, damit Ihr dieses Set vielleicht mal nachstellen könnt. Ist eigentlich nichts Aufregendes. Ein starkes Konturlicht auf der einen Seite und ein weniger starkes zum Aufhellen der Schatten auf der anderen Seite.

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Als Fülllicht haben wir uns für hartes Licht durch einen Beauty-Dish entschieden. Eine Octa-Box, die sich sonst sehr gerne einsetze, hätte die Kleidung in diesem Fall einfach zu weich ausgeleuchtet und damit wäre der Detailreichtum der Kleidung ein Stück weit verloren gegangen. Habe euch dazu aber mal beide Versionen als Screenshot angehangen, damit Ihr den Unterscheid seht.

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Was ich bei Elixxier nicht mit in das Lichtsetup gepackt habe ist, der Reflektor. Bei Shooting selbst kam ein Mini-Reflektor von California Sunbounce mir silberfarbener Bespannung zum Einsatz. Mit diesem haben wir teilweise das Licht vom stärkeren Striplight schräg von unten auf das Model reflektiert um hier und da ein paar zu intensive Schatten aufzuhellen.

In etwa 4 Stunden waren alle Bilder der verschiedenen Outfits im Kasten. Die Modelle, die beide laut eigener Aussage noch nie vor der Kamera gestanden haben, haben einen sehr guten Job gemacht und wir hatten eine Menge Spaß zusammen. Es wurde viel gelacht, was meiner Meinung nach einfach nicht fehlen darf. Vielen Dank an dieser Stelle an Jule und Julia.

Hier könnt Ihr das Lichtsetup als PDF runterladen…

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