Immobilienfotografie – So war die Tour

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Die Woche ist schon beinahe um und ich habe fast schon wieder vergessen, einen Blogartikel zu verfassen. Eigentlich war der auch für Mittwoch geplant, aber ich war länger mit einem Kunden unterwegs als ursprünglich eingeplant.

Für die Webseite des Kunden, die wir ebenfalls für diesen Gestalten, sollten Bilder von fertigen Bauprojekten erstellt werden, an denen der Kunde tätig geworden ist. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und sind die unterschiedlichsten Immobilen am gesamten Niederrhein abgefahren.

Leider besitze ich kein Tilt-Shift-Objektiv, aber dank Camera-Raw lassen sich stürzende Linien ja mit einem Klick ausgleichen. Das geht nahezu perfekt. Nur in seltenen Fällen muss man manuell nachkorrigieren.

Zum Equipment:

Verwendet habe ich einen Canon Vollformat-Kamera mit einem 24-70mm Objektiv. Wenn ich nicht weit genug zurück gehen konnte, um das Objekt komplett abzubilden, musste das 16—35 Weitwinkel ran. Teilweise habe ich aber auch ganz bewusst mit 17mm fotografiert, denn die Eigenschaft eines Weitwinkels, das nahe Elemente größer dargestellt werden als weiter entfernte, hat bei manchen Bildern auch seinen besonderen Reiz.

Bei fast allen Bildern kam zudem ein Polfilter zum Einsatz um die Spiegelungen der Fenster wenigstens etwas abzumildern.

Die Einstellungen:

Um eine durchgängige Schärfe zu erlangen, habe ich eigentlich fast immer eine 16er Blende gewählt und etwa eine halbe Blende unterbelichtet um genug Zeichnung in den Lichtern zu erhalten. Die Tiefen habe ich dann in Camera Raw wieder aufgehellt, sofern das nötig war.

Die ISO habe ich so gewählt, dass ich die Verschlusszeit kurz genug halten konnte um Unschärfe durch verwackeln auszuschließen. Bewegungsunschärfe hat man bei Gebäuden ja nicht, und dank festen Stand um meist recht weitwinkeliger Aufnahmen, bin ich mit einer 50stel Sekunde gut gefahren.

Die Sonne im Rücken trägt dazu bei, dass die Immobilien wundervoll hell ausgeleuchtet wurden und ich einen schönen blauen Himmel erhalten habe. Das ging leider nicht bei jedem Objekt. Wenn ich in Richtung Sonne fotografieren musste, befand sich die Gebäudeseite logischerweise im Schatten. Dass sich der Himmel dabei nahezu Zeichnungsfrei in ausgefressene Lichter, statt einem satten Blau wandelt, ist da wohl verständlich, aber mit Photoshop ist das ja das kleinste Problem.

Die Bearbeitung:

Ich habe erst mal alle Bilder grob ausgewählt. Wenn man schon mal unterwegs ist, macht man lieber ein paar Aufnahmen mehr. Unterschiedliche Perspektiven, Brennweiten und Kamerastandpunkte garantieren, dass ich das geeignete Bild in jedem Fall dabei habe. Besser so, als dem Kunden später mitteilen zu müssen, dass man das ein oder andere Objekt gerne noch mal ablichten möchte.

Bei allen gewählten Aufnahmen müssen diverse Bearbeitungschritte durchgeführt werden.

Es war dem Kunden ein großes Anliegen, dass man anhand der Bilder nicht erkennen kann, wo sich die Immobilie befindet. Also müssen Straßenschilder, sofern überhaupt mit im Motiv, ebenso wie Namensschilder und Hausnummern retuschiert werden.

Schon bei der Aufnahme auf darauf zu achten, dass die Mülltonnen eben weggestellt, oder das Fahrzeug umgeparkt wird, erspart viel Retuschearbeit. Aber bei manchen Objekten ließen sich störende Gegenstände nicht so einfach entfernen. Da muss mein heißgeliebtes Photoshop ran.

Des Weiteren gab es Immobilien, die zwar schon bewohnt waren, aber um das Gebäude herum war nur Matsch und Sand. Rasen, Gewegplatten und Terassenbeläge sucht man teilweise vergebens. Auch hier muss mit Photoshop etwas gezaubert werden.

Es wartet also noch eine Menge Arbeit auf mich und mein Team. Wobei die Bildbearbeitung eher meine Baustelle, das komprimieren und platzieren der Bilder auf der Webseite eher der Job meiner Code-Jungs ist.

Leider habe ich noch kein einziges Bild fertig. Aber wenn es so weit ist, reiche ich ein paar davon nach. Den Segen meines Kunden und dessen Kunden habe ich. Schriftlich versteht sich. Sicher ist sicher.

bei dem ein oder anderen Bild, werde ich mal genauer die Schritte der Entwicklung und Bearbeitung erläutern. Das wird einer der kommenden Blogartikel.

Das war es erst mal. Hoffe der Artikel war nicht zu trocken.

Schönes Wochenende

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