Worauf beim Monitor-Kauf achten?

Posted by Bassascha 2 Kommentare
Bildquelle Pixabay - Creative Commons - Nur redaktionelle Nutzung

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So findet Ihr immer den richtigen Monitor!

Ein Gastartikel von Daniel H.

Günstige Monitore besitzen fast immer Displays, die mit der TN-Technologie gefertigt wurden. Dies bedeutet: schaut man nicht direkt und frontal auf den Monitor sondern schräg, dann ändern sich die Helligkeit und die Farbe im Bild extrem – dies ist vor allem bei der Bildbearbeitung ein großer Nachteil. Dennoch kann die Bildqualität dieser Panels überzeugen – auch wenn die Widergabe nicht ganz so detailreich und farbintensiv ist wie bei teureren Displays mit IPS-Technik.

Bei TN-Panels (diese bestehen aus verdrehten Flüssigkeitskristallen – auch Twisted Nematic genannt) wird das polarisierte Licht schraubenförmig durch die Kristallschicht des Monitors geführt. Wird Spannung angelegt verdrehen sich die Kristalle und weniger Licht erreicht den zweiten Polfilter – dadurch wird das Bild dunkler und der Betrachtungswinkel kleiner. Bei IPS-Panels (In-Plane Switching) entfällt diese Drehung und der Blickwinkel des Monitors wird deutlich höher – dies geht aber zu Lasten der Reaktionszeit des Monitors – diese sinkt deutlich gegenüber TN-Panels.

Nach- und Vorteile von IPS Monitoren

Monitore mit einem IPS-Panel verfügen über einen größeren Blickwinkel und sind in der Lage Farben mit einer höheren Farbintensität und natürlicher darzustellen – dies ist vor allem bei der Betrachtung von Landschaften und Hauttönen besonders wichtig. Zusätzlich zeigt das Panel mehr Details als TN-Panel – im Gegenzug dauert der Bildaufbau bzw. Bildwechsel bis zu doppelt oder dreimal solange. Die Folge (vor allem für Gamer und Filmfans): Schnelle actionreiche Szenen werden auf IPS-Displays oft nicht schlierenfrei wiedergegeben. Außerdem benötigen diese Geräte deutlich mehr Strom als die TN-Konkurrenz.

Tipps zum Kauf

Fast alle Monitore, die es heutzutage zu kaufen gibt, haben ein sehr gutes Bild – die Unterschiede stecken oft im Detail und sind für den Laien schwer zu beurteilen. Viele Testberichte decken allgemein wichtige Punkte ab und errechnen daraus eine Gesamtnote – diese muss aber nicht zwangsläufig heißen, dass der Monitor der Beste für die jeweiligen Ansprüche ist. Jeder muss sich zunächst selbst die Frage stellen wofür er den neuen Monitor verwenden möchte! Wichtige Grundlagen, die allerdings immer abgedeckt werden sollten sind:

  • Helles und kontraststarkes Bild:
    Es ist wichtig, dass der Monitor über eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung verfügt – wichtig ist dafür, dass keine günstigen Leuchtstoffröhren bei der Hintergrundbeleuchtung verwendet werden. Bei einer schlechten Helligkeitsverteilung kommt zu so verfälschten Farben sowie zu dunklen oder hellen Flächen im Bild – desto gleichmäßiger die Verteilteilung desto besser.

  • Reaktionszeit:
    Bei der Darstellung von bewegten Bildern – egal ob in Spielen oder Filmen kommt es vor allem auf eine kurze Reaktionszeit an. Desto kürzer desto weniger Verschiebungen und Schlieren sowie Unschärfe entstehen. Es gilt: Desto kürzer desto besser.

  • Farbtreue:
    Surft man nur im Internet oder spielt Games spielt die Farbwiedergabe nur eine untergeordnete Rolle – bearbeitet man dagegen Fotos ist eine exakte Farbdarstellung sehr wichtig. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass bekannte Farbräume wie der sRGB oder AdobeRGB abdeckt werden und sich der Monitor gut kalibrieren lässt.

  • Spiegelung:
    Ein Display mit Hochglanzoberfläche (auch glossy genannt“ stellt die Farben zwar kräftiger dar – dennoch lässt sich das Bild bei einem entspiegelten Display besser betrachten, da weniger Spiegelungen auftreten. Es gilt: Falls möglich einen entspiegelten Monitor kaufen.

Bildquelle Pixabay - Creative Commons - Nur redaktionelle Nutzung

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Über den Gastauthor


Daniel arbeitet nach seinem Studium in diversen deutschen Medienhäusern und beschäftigt sich nebenbei mit der neusten Technik in den Bereichen Hardware und Elektronik.
Ein sehr heißes Thema zurzeit sind Ultra HD Monitore (www.4k-monitor-test.com).

Link zum Blog: http://www.4k-monitor-test.com

Kommentare zu "Worauf beim Monitor-Kauf achten?"

  • 1 Angbor3d 29. Juni 2015 13:35Uhr

    Was im Fall der TN-Panels vielleicht noch erwähnenswert ist, ist das sogenannte Banding. Abstufungen in Grauverläufen. Genau das was man in der Bildbearbeitung nicht will.

  • 2 Bassascha 30. Juni 2015 08:07Uhr

    Hallo Angbor3d,

    ich denke, dass auf diesen Aspekt vom Author verzichtet wurde, weil sich TN-Panels wegen der geringeren Farbtreue ohnehin nicht so gut für die digitiale Bildbearbeitung eignen…

    Sonnige Grüße
    Sascha

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