Social Networks und der gute Ton!

Posted by Bassascha 7 Kommentare

Im heutigen Blogartikel, möchte ich meinem angestauten Frust mal freien Lauf lassen.

Ich finde ich habe allen Grund dazu, mal das zu sagen was mich ganz aktuell richtig nervt, auch wenn Ihr das von mir zum einen nicht gewohnt seid und zum anderen vielleicht auch gar nicht lesen wollt.

Es geht um den Umgang miteinander im Bereich Social Media.

Wie Ihr wisst, bin ich bei Facebook & Co recht aktiv und betreibe dort unter anderem auch diverse Facebook-Seiten auf denen ich zum Teil regelmäßig poste, um zu informieren und euch bei Laune zu halten.

Ich habe den Facebook-Chat nahezu immer eingeschaltet und lasse Ihn so nebenher laufen während ich arbeite. Das mache bewusst.

Viele – sicher auch ein paar unter euch – nutzen die Gelegenheit, um mir hier und da mal eine Frage zu den Themen Fotografie und Bildbearbeitung zu stellen.

Das ist bis hierhin auch prima. Das ist schließlich einer der Gründe warum ich den Chat aktiv lasse. Ich teile mein Wissen, oder meine Meinung gerne.

Ebenso viele schreiben mit eine E-Mail mit Fragen zu einem Bild oder zu einer Kamera oder, oder, oder…

Auch diese beantworte ich nach Möglichkeit recht zeitnah und so ausführlich, wie es notwendig und machbar ist.

Andersrum gibt es auch bei mir Fragen. Regelmäßig. Ich stelle diese anderen Fotografen und ich schäme mich nicht dies zu tun, oder dies zuzugeben. Eher im Gegenteil!

Egal in welcher Form man den Kontakt sucht – es gibt immer welche, die sind höflich und geben zudem ein paar Infos zum Hintergrund der Frage. Dann gibt es wieder Fragesteller, die ohne ein Hallo vollkommen plump mit der Frage herausplatzen.

Damit kann ich ja noch sehr gut leben. Dann gibt es Spezialisten – Sorry aber was Netteres fällt mir gerade nicht ein – die in wenigen Wochen nahezu jeden Tag irgendetwas fragen. Auch das ist jetzt erst mal nicht tragisch.

Mir geht es um den Ton, den man an den Tag legt, wenn man sich bei Facebook öffentlich äußert und andere an den Pranger stellt oder für unwürdig erklärt.

Klar… für manche mag eine Grundarroganz ja zur Selbstdarstellung gehören. Aber wenn man etwas kritisiert sollte man es selber beherrschen und nicht andere Leute im Nachhinein fragen. Manchmal sollte man sich vorher überlegen, wann man sich wie äußert und nicht erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Auch das finde ich jetzt noch nicht sooooo dramatisch. Uncool – aber geht noch!

Richtig übel finde ich es, wenn man dann eine Facebook-Gruppe erstellt und in diese eine Gruppe handverlesener Fotografen & Bildbearbeiter einlädt. Ich durfte mich ebenfalls über eine Einladung in diese Gruppe erfreuen.

Und jetzt kommts! Die Person die die Gruppe erstellt hat, ist noch in den Kinderschuhen der Entwicklung. Schreibt mir, dass die Gruppe den Zweck erfüllen soll, dass sich Fotografen, die ein gewisses Niveau erreicht haben oder erreichen wollen, sich austauschen können.

Tolles Ziel!

Gestern musste ich dann in der Gruppe lesen, dass es nicht möglich ist, der Gruppe beizutreten, wenn man sein Portfolio nicht einer Prüfung des Gruppeninhabers unterzieht. Es dürfen nur Mitglieder in die Gruppe, die seinem Anspruch gerecht werden.

Nun frage ich mich zum einen, was ist wenn man doch trotzdem das Ziel hat ein gewisses Niveau zu erreichen und Fragen hat, die einem den Weg zum Ziel erleichtern? Auch frage ich mich, ob der Gruppengründer nicht einfach nur alle in einem Topf haben will, damit er all seine Fragen beantwortet bekommt? Fragen hatte er ja in der vergangenen Zeit mehr als genug an mich!

Ich finde so ein Verhalten nicht fair.

Wenn man selber gut behandelt werden möchte – wenn man selber eine Antwort auf Fragen erwartet, dann muss man doch in der Lage sein, dies m Umkehrschluss auch bei anderen zu tun, statt sich mehr und mehr abwertend zu äußern über Gleichgesinnte.

Ich bin absolut der Meinung, dass man sich in sozialen Netzwerken auch tatsächlich sozial verhalten soll! Für alle diejenigen die sich jetzt angesprochen fühlen, habe ich einen tollen Rat:

Verhaltet euch so eurem Umfeld gegenüber, wie sich das Umfeld euch gegenüber verhalten soll!

Bin ich einfach nur überempfindlich?
Wie denkt Ihr über den allgemeinen Umgangston?
Habt Ihr Ähnliches erfahren?

Bin auf eure Antworten sehr gespannt!

Sonnige Grüße
Euer (Bas)Sascha

Kommentare zu "Social Networks und der gute Ton!"

  • 1 Hans Wurst 19. Oktober 2012 13:23Uhr

    Hallo Sascha

    Als erstes eine kleine Kritik: Ab und an ein Komma in deinen Sätzen (wo sie hingehören) würde beim lesen helfen.
    Auch würde ich und vielleicht auch andere es begrüßen wenn du eine Rechtschreibprüfung im Anschluss durchführst.

    Anderer Ansatz:
    Was Menschen in geschlossen Gruppen tun oder auch nicht, muss nicht fair sein. Ich glaube kein facebook-user hat das Recht in jeder Gruppe ein zu müssen bzw. zu dürfen.
    Was da dann passiert ist doch a) sein Bier und b) dass es dir nicht gefällt im Grunde dein Bier…

    Aber hey: Die Tassen hoch und losgeschunkelt weil eig. haben wir uns doch alle lieb

  • 2 Bassascha 19. Oktober 2012 13:27Uhr

    Hallo Hans Wurst

    Das meine Rechtschreibung hier und da Schwächen aufweist, insbesondere, wenn es um die Zeichensetzung geht, ist mir bekannt. Ich schreibe die Artikel schon in Word vor, um das zu minimieren…

    Zu deinem anderen Ansatz. Nicht alles in dem Artikel, bezieht sich auf eine geschlossene Gruppe!

    Sonnige Grüße
    Sascha

  • 3 Stefan 19. Oktober 2012 13:33Uhr

    Hi Sascha,
    ich würde die Strategie ändern. Viele Fragen kann man mit Gegenfragen beantworten, die den Fragesteller selbst nachdenken lassen aber eben eine gewisse Gehirnaktivität fordern. Leute die sich wirklich weiterbilden wollen steigen auf sowas gerne ein, weil es wirklich einen Lerneffekt hat. Allen anderen wird das schnell zu anstrengend.

    Beispiel:
    Frage: Mit welchen Lichtsetup arbeitest du?
    Gegenfrage: Versuche das doch mal aus einem Foto herzuleiten. Was meinst du wie die Blitze stehen?

    Dieses ungefragt Leute in Gruppen stecken ist so ne Sache für sich. Manchmal schon sinnvoll. In deinem Fall würde ich einfach wieder austreten und keinen weiteren Gedanken mehr daran verschwenden.

    Viele Grüße,
    Stefan

  • 4 Michael 19. Oktober 2012 13:37Uhr

    Hallo Sascha,

    ich kann Deinen Ärger verstehen.
    Ich mache das einfach so: Wenn mir irgendwo der Ton nicht passt, gehe ich eben wo anders hin ..

    Gruss Michael

  • 5 Stephi 19. Oktober 2012 13:37Uhr

    Hallo Sascha!

    Ich gebe dir da vollkommen recht!… Es ist schlimm, dass viele sich so verhalten!
    Ich musste leider auch schon oft die Erfahrung machen, wenn man mit einem Kommentar den Post kritisiert, diese Personen den Kommentar sofort als persönlichen Angriff sieht. Meiner Meinung nach auch ein sehr oft auftretendes Verhalten mancher Social-Media-User, welches ich nicht verstehen kann.
    Schade, dass viele Leute gerade in Facebook und Co. nicht mit konstruktiver Kritik umgehen können.

    Das war mein kleiner Zusatz zu dem, was du hier geschrieben hast 😉

    Liebe Grüße,
    Stephi

  • 6 Bassascha 19. Oktober 2012 13:42Uhr

    @Stephan: in etwa so (Gegenfragen) gestalte ich meine Antworten auch, denn umso konkreter die Frage, die daraus resultiert, desto exakter ist die Antwort, die man daraufhin geben kann.

    @Michael: Du bist einer der wertvollen Personen, die ich mit meinen Fragen löchern darf. Danke dafür!

    @Steffi: Der Umgang mit Kritik ist in der Tat ein Thema, das ich in diesem Artikel nicht in betracht gezogen habe. Danke für die Ergänzung!

  • 7 Jan 19. Oktober 2012 13:46Uhr

    Klare Worte. Und eine Sache, die ich (nicht nur auf facebook) ähnlich beobachtet habe – eigentlich ein Grund, seine Strategie zu überdenken.

    Facebook ist als Werbeplattform für unsereinen geradezu ideal. Man kann Bilder zeigen und mit Leuten in Kontakt kommen. Man erreicht Menschen (und potentielle Kunden), die man sonst nicht erreichen würde. Allerdings erreicht man auch den Rest. Leute, die am liebsten alles für „lau“ haben wollen oder (und) alles besser wissen. Solche Typen gehen mir regelmäßig auf die Nerven und treiben an schlechten Tagen auch meinen Blutdruck in die Höhe.

    Letztendlich habe ICH für MICH entschlossen, unerwünschtes Verhalten zu ignorieren. Meistens. Ich schaue mir Gruppen an und wenn es mir da nicht gefällt, gehe ich wieder. Leute, die nerven und auch auf subtile (*hüstel* ich bin NICHT für meine Subtilität bekannt) Hinweise weiter machen, werden geblockt. Fertig.

    Wenn es jemand übertreibt, mache ich mir (an besonderen Tagen) auch mal mit einem öffentlichen Posting Luft. Sehr selten.

    Hauptsächlich ignoriere ich unerwünschtes Verhalten. An guten Tagen amüsiere ich mich auch einfach über solche Menschen, zeigen sie mir doch, was für tolle, liebe, nette, zufriedene Kunden und Kontakte ich normalerweise habe.

    Letztlich werden die „Nervbolzen“ niemals Kunden. Im schlimmsten Fall empfehlen die Dich an weitere AKs (*anstrengende* Kinder/Kunden), die auch nur unproduktiv Zeit kosten. Also kann man die ohne Gewissens- und Portemonnaiebisse ignorieren. Ich mache das. Das ist deutlich besser für meinen Blutdruck.

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