BLOGnection „Inspiration“

Posted by Bassascha 10 Kommentare
BLOGnection das Logo

Mit der Auswahl des Themas „Inspiration“ als erstes gemeinschaftliches Thema aller an BLOGnection teilnehmenden Blogs aus dem Bereich der Fotografie und der Bildbearbeitung bin ich recht glücklich, denn es ist ein Thema über das ich recht einfach schreiben kann!

Woher hole ich mir die notwendige Inspiration?

Es gibt verschiedene Wege auf denen ich mich inspirieren laße. Zum einen bewege ich mich täglich im Internet und sehe auf den vielen Blogs die ich regelmäßig besuche immer wieder Bilder und Texte die mir eine Idee liefern. Sei es nun zum Verfaßen eines Blog-Artikels oder aber eine Bildidee oder gar eine gesamte Fotostrecke.

Daßelbe gilt natürlich für Twitter, Facebook, Flickr, TwitPic und wie sie alle heißen.

Calvin Hollywoods DVD - Projekt Photographer

So gibt es zum Beispiel ganz bestimmte Blogs die mich immer wieder auf gute Ideen bringen. An erster Stelle sei hier wohl der Blog von Calvin Hollywood genannt, der mit seinen für Ihn typischen Bildern eine sehr große Quelle der Inspiration für mich darstellt!

Ich mag seinen Bildstil. So viel ist mal klar. Und es gibt auch einige Werke von mir, die zum Beispiel auf sein Projekt „Photographer“ zurückzuführen sind. Stile kopieren ist nun aber nicht ganz so meine Welt (mal abgesehen davon, daß jede Kopie dennoch ein eigenes Unikat ist) und darum versuche ich meinen Bildern immer noch eine persönliche Note mitzugeben.

Ich denke eines der besten Beispiele sind die Bilder aus der Serie „Curved Lines“ zu denen ich hier auf dem Blog auch schon mal ein Tutorial verfaßt habe. Prinzipiell handelt es sich um exakt das, was Calvin mit seinem Projekt „Photographer“ macht. Diesen Bildstil habe ich nun aber noch mit den um den Körper herum kreisenden Linien personalisiert.

Dies wiederum war dann eine Inspiration für andere befreudete Fotografen, die mich letztlich dazu inspiriert habe, das Tutorial zu den „Curved Lines“ zu erstellen.

Inspiration durch Calvin Hollywoods DVD Projekt Photographer Michael im Projekt Curved-Lines Alexander im Projekt Curved-Lines

Damit wäre wir auch schon beim zweiten Punkt angekommen, durch Was ich mich motivieren und inspirieren laße!

Durch euch! Durch jeden einzelnen Kommentar, den ich von euch erhalte oder jeder einzelnen Email, die Ihr mir sendet. Die Gespräche über Twitter und Facebook gehören ebenfalls in die Kategorie, in der mir regelmäßig Fragen gestellt werden.

Fragen, die ich zum gestellten Zeitpunkt nicht mit 100%iger Gewißheit beantworten kann, ebenso wie Fehler die mir während meines Workflows unterlaufen, inspirieren mich dazu beßer zu werden.

Wißbegierde, wie man Fehler vermeidet, oder wie ein bestimmtes Bild, daß ich bei meinen täglichen Streifzügen im WWW entdeckt habe, bei dem ich mich Frage, wie es entstanden ist, welche Prozeße der Bildbearbeitung maßgeblich für die Bildwirkung sind und vor allem, was der Künstler, der das Bild hat entstehen laßen mit der Aufnahme an den Betrachter vermitteln will, regen mich zum Nachdenken an. Als Fotograf aus Leidenschaft, denke ich in Bildern. In eigenen Bildern die aus dem Gesehenen oder Gelernten resultieren. Die Inspiration hat mich gepackt!

Nur wie nutze ich die Inspiration?

Das ist eine sehr schwere Frage!

Inspiriation sorgt bei mir – wie bei den meisten – für eine Bildidee vor meinem inneren Auge. Und dieses Bild will da raus und auf Papier gebracht werden.

Ich mache mir Gedanken, wie ich diese Bildidee, so wie Sie in meinem Kopf entstanden ist, am besten auf den Sensor Banne und welche Mittel dafür erforderlich sind. Muß ich mich um ein zur Bildidee paßendes Modell kümmern? Wie soll die Szenerie außehen? Welche Informationen soll das Bild tragen und an den Betrachter vermitteln? Ein Gefühl? Eine bestimmte Situation?

Wenn ich diese Fragen beantworten kann, kommen meine Babys ins Spiel!

Das Bild wird aufgenommen! In der digitalen Nachbearbeitung erfolgen dann die notwendigen Schritte, die das Bild so wie ich es in meinem Kopf hatte, als mich die Inspiration gepackt hat, näher bringen.

Beim Arbeiten mit Photoshop kommt es ebenfalls hier und da mal zu Fehlern! Jeder kennt das wohl… Versehentlich am falschen Regler gespielt oder die falsche Füllmethode für eine Ebene eingestellt und schon hat das Bild eine ganz andere Wirkung!

Schlimm?

Nein! Auch daß dient mir der Inspiration! Entweder sieht der Fehler so cool aus, daß man es in Zukunft für paßende Bilder anwendet oder aber man weiß, was man beßer nicht mehr macht. Zugegeben, zu dem aktuellen Bild paßt es dann wahrscheinlich eher weniger um das innere Bild nach außen in die Welt zu tragen oder auf Hahnemühle zu bannen aber auf einem anderen Bild kann der Effekt des Fehlers durchaus zum Tragen kommen.

Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich das Fotografieren selbst. Meine größte Inspiration!

Es kommt nicht selten vor, daß mir bei der Durchführung eines Fotoshootings oder beim umherstreifen mit einer meiner Kameras dazu kommt, das sich weitere Ideen entwickeln von denen man denkt, daß man diese auch fotografisch mal umsetzen könnte.

Ja selbst wenn ich mit meinem Auto einfach nur eben zum Bäcker fahre, entstehen neue Ideen! Und die müßen Irgendwann raus! Sei es eine besondere Lichtsituation der morgens aufgehenden Sonne oder aber durch den Wind von den Bäumen fallende Blätter. Das alles inspiriert mich! Ich muß mich nur darauf einlaßen!

Habe ich einmal eine Idee im Kopf, greife ich in der Regel recht schnell zu meinem Idee-Buch in dem ich alle Bildideen grob skizziere und die Zusatzinformationen wann ich wo und weshalb darauf gekommen festhalte. Wenn mir die Idee auch nach ein paar Tagen noch gefällt, dann versuche ich diese Zeitnah umzusetzen. Wenn nicht, schaue ich später einfach noch mal in mein Idee-Buch und versuche mich von meinem abstrakten Gekritzel (nach mehr sehen die Skizzen meist nicht aus) erneut inspirieren zu laßen. So schließt sich der Kreislauf!

Eine Idee führ zum Bild und dieses Bild führt mich zur Inspiration ein neues Bild zu erstellen.

Ich hoffe, daß dieser Text euch ebenfalls ein wenig Inspiration ist, die Umwelt – sei es bei Spazieren oder beim Surfen im world wide Web – mit offenen Augen zu sehen um euch inspirieren zu laßen.

Kommentare zu "BLOGnection „Inspiration“"

  • 1 Stephan Braun 13. Februar 2011 12:05Uhr

    Toller Beitrag!
    Der Calvin Inspiriert mich auch. Ich finde es nicht schlimm einen Stil zu imitieren. So lernt man am schnellsten. Viele große Fotografen haben erst bei anderen assistiert und dadurch auch erst mal den anderen Stil gelernt. Aber eben nur zum Lernen. Solange man seiner eigentlichen Persönlichkeit treu bleibt wird sich eine eigene Bildsprache entwickeln.
    Ich ertappe mich auch oft, das sich die Bilder erst in der Nachbearbeitung „Entwickeln“. Damit meine ich auch dass ich verschiedene Einstellungen ausprobiere, anders beschneide usw. und ein Bild, das ich schon aussortiert hatte, mir plötzlich gefällt. Dadurch lerne ich auch eine Menge und es kommt immer häufiger vor, das ich das Bild beim Fotografieren auch schon fertig bearbeitet sehe.

  • 2 Mario Liebener 13. Februar 2011 12:54Uhr

    Hi,
    Dein Beitrg gefällt mir, da es Dir ähnlich geht, wie mir.
    Die Idee als ganzes finde ich toll… bin schon durch die vielen Sichtweisen alleine inspiriert worde 🙂

    Have Fun Mario

  • 3 AndieGraphie 13. Februar 2011 13:03Uhr

    Ich lese hier gerade,was ich alles NICHT geschrieben habe.Aller Anfang ist schwer,mein nächste Beitrag wird sicher besser 😉

  • 4 anjuzi 13. Februar 2011 13:29Uhr

    Schön geschrieben, hat Spaß gemacht, Deine Gedanken zu lesen.

    Liebe Grüße
    anjuzi

  • 5 Bassascha 13. Februar 2011 13:31Uhr

    Hallo,

    erst einmal danke, dass Ihr an der BLOGnection teilgenommen habt und das Ihr hier kommentiert habt.

    @Stephan: Ja Calvin ist schon eine große Inspirationsquelle!
    Als ich mir die DVD Photographer angesehen habe ist mir sofort die Idee mit den Linien gekommen… In der Regel habe ich schon bevor ich die Kamera in die Hand nehme das Bild das ich machen möchte vor Augen. Bei Kundenarbeiten sieht das Ähnlich aus, nur dass es da eher das Bild des Kunden ist, welches in meinem Kopf herum schwirrt…

    @Mario: geht mir nicht anders… Habe alle Blogeinträge die bis jetzt bei BLOGnection gepostet wurden gelesen und kommentiert. Habe dabei sehr viele interessante Sichtweisen kennengelernt!

    @Andrea: Es geht bei dem Thema ja darum wie man sich selber damit auseinander setzt. Jeder Artikel hat was eigenes und so habe ich ebenfalls viele Punbkte gelesen, bei denen ich voll und ganz zustimme, die aber in meinem Beitrag keine Erwähnung finden!

    Beste Grüße
    Sascha

  • […] der BLOGnection finden.Der Blaue Ledersofa Blog zum Thema InspirationFotograf Sascha Basmer: BLOGnection Inspirationkoni-artwork.de: Inspiration – kann man das essen?Fotoart Demoll: Inspiration Geschrieben am […]

  • 7 Jan Strohdiek 13. Februar 2011 14:54Uhr

    Hey.

    Vor so vielen Ispirationstexten qualmt mir vermutlich gleich der Kopf, aber dein Beitrag ist der bisher Hervorstechenste.

    Du hast deine Gedanken sehr schön strukturiert wiedergegeben und echt an alles gedacht, was erwähnenswert war.

    Dagegen habe ich echt einiges vergessen.

    Gruß Jan

  • 8 Benny Koch 14. Februar 2011 00:03Uhr

    Hey Sascha,
    super Artikel…

    Ja dieser Calvin und auch noch weitere da draußen, das sind schon klasse Typen. Das sind schon top Inspirationsquellen, die DVD „Photographer“ find ich auch total klasse, hab ich mir auch gleich zugelegt und ist sehr zu empfehlen….

    Ich finds aber richtig super, das sooooo viele bei der Aktion heute / gestern mitgemacht haben und das so klasse Artikel enstanden sind. ICH DANKE EUCH @BLOGnection-Team 😉

    Mach weiter so, bist ein klasse Typ.

    Lg Benny

  • 9 Marc Hille 14. Februar 2011 09:00Uhr

    Hey Sascha,
    schöner Beitrag 😉 hab’s mal so gemacht wie du, extra deinen Beitrag bis zum Schluss aufbewahrt.
    Du hast recht, es gibt defintiv viele Parallelitäten zwischen den Beiträgen, aber auch super Ansichten, z.B. durch Musik kann ich mich selbst selten Inspirieren, höchstens ablenken.
    Was mich wundert, ist dass manche, so wie du, ein Skizzenblock nutzen. ich könnte sowas nicht, da ich zum einen sehr ungeschickt im Zeichnen bin und meinen geistigen Wahnsinn wohl selbst nicht mehr entschlüsseln könnte und zum Anderen will ich meist die Ideen direkt umsetzen. Klappt dieses nicht, dann erzähle ich irgendwem von der Idee und hoffe, dass diese Person mich einfach mal dran erinnert, also „Outsource“ ich meine Ideen quasi 😉

    Dennoch, super Projekt, ich freu mich schon auf die nächsten Themen,
    VG
    Marc

  • 10 Icepin 18. Februar 2011 10:18Uhr

    Aloha, jetzt muss ich aber auch mal was hinterlassen…

    Also Calvin inspiriert mich gar nicht. Ihn empfinde ich eher als Mathematiker in der Bildbearbeitung. Er entwickelt Workflows mit teils neuen Techniken, teilweise alten. Er versteht sich aber darin, sich zu vermarkten und hat die „Bildbearbeitung für jedermann“ populärer gemacht. Fotografisch finde ich seine Arbeiten eher langweilig und stereotyp. Da gibt es ganz andere. Schau man sich die Nike-Print-Werbung anfang der 90er an. Diese Styles gab es damals auch schon, nur hat damals niemand verraten, wie das geht. Aber um ehrlich und aufrichtig zu sein, muss ich doch sagen, dass er seine Sache ganz gut macht und der Erfolg berechtigt ist. Man muss das Ganze nur aus zwei Blickwinkeln betrachten. Frag ihn mal nach was Konkretem, was nicht in seinen Workshops vorkommt… 😉

    Inspirierend finde ich da aber eher Homepages oder Bücher, die State of the Art-Arbeiten zeigen: Ein super Beispiel ist dor http://www.fromupnorth.com. Völlig andere Qualität.

    Viele Grüße
    Roman

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